Traumstadt und Armageddon

Traumstadt b

2007 – Autor:
Traumstadt und Armageddon. Zukunftsvision und Weltuntergang im Science-Fiction-Film, Graz 2007 (Ares-Verlag) ISBN 978-3-902475-38-1

Pressetext:

Nicht in allen Science-Fiction-Filmen erscheint die Zukunft als technisches Wunderland, wie etwa in der beliebten Star-Trek-Serie. Zahlreich sind auch „Dark-Fiction-Filme“, die eine düstere Zukunft zeigen: von Umweltkatastrophen oder einem Zerfall der Gesellschaft durch Gewalt und Bürgerkrieg geprägt, vom totalitären Machtmißbrauch bis hin zur Gedankenkontrolle bestimmt, oder einem Zustand völliger Anarchie nach dem Untergang aller staatlichen Strukturen ausgeliefert. Hinter der Fassade des Action- und Unterhaltungsfilms verbirgt sich oft eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den Entwicklungstendenzen unserer Gesellschaft und der Frage, welche Folgen diese zeitigen werden.

Welches Weltbild vermitteln die Filme dieses Genres? In ökologischen Katastrophenfilmen wird die Frage nach den möglichen Folgen unserer Wirtschaftsweise gestellt. Doch auch andere Aspekte und Entwicklungstendenzen des liberal-kapitalistischen Systems werden in Zukunftsfilmen kritisch behandelt und oft ein ganz anderes Menschenbild gezeigt als das heute vorherrschende.

Das Buch nähert sich der Welt hinter der Action-Fassade vom gesellschaftswissenschaftlichen Standpunkt. Bekannte Science-Fiction-Filme werden hinsichtlich ihrer hintergründigen politischen Aussagen und gesellschaftlichen Zukunftsvisionen untersucht. Wie realistisch ist die Annahme, daß der Fortbestand des liberal-kapitalistischen Systems nicht als gesichert betrachtet werden kann, sondern es durch äußere Ereignisse oder gar innere Entwicklungstendenzen in eine fundamentale Krise geraten könnte, aus der ganz andere politische und gesellschaftliche Strukturen entstehen?

Unterhaltsam werden in diesem Zusammenhang zahlreiche Klassiker dieses Filmgenres vorgestellt. Das Spektrum reicht dabei von den gängigen Fortschrittsutopien der 1950er Jahre über die Endzeitfilme der 1980er Jahre bis zum Cyberpunk und der Neoromantik der Gegenwart.

Science-Fiction-Filme als Ausdruck grundlegender Kulturkritik – diese Sichtweise eröffnet einen faszinierend-neuen Blick auf die Filmgeschichte.

„Obwohl Claus M. Wolfschlag das viel diskutiertes Genre nicht immer aus einem neuen Blickwinkel betrachtet, ist `Traumstadt und Armageddon´ eine lohnende Lektüre. Nicht nur Filmwissenschaftler, sondern auch Liebhaber der Science Fiction werden Spaß daran haben, in den verschiedensten Zukunftsvisionen vertraute Bilder aus der Gegenwart oder der jüngeren Vergangenheit aufzuspüren. Auch die bundesdeutsche Geschichte taucht darin auf, denn Wolfschlag würdigt ebenfalls deutsche Produktionen wie die titelgebende `Traumstadt´.“

(www.schnitt.de)

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