Der Rechte Rand

Zu Kritik und Desinformation
– einige Antworten auf zwielichtige Internetmeldungen

Ganz am Rand. Die Zeitschrift „Der Rechte Rand“…

Zahlreiche denunziatorische Artikel stammen aus der „aggressiv-antifaschistischen“ Zeitschrift „Der Rechte Rand“. Es ist dies ein Blatt der äußersten politischen Linken, daß sich der beständigen Anprangerung von konservativen Menschen, angeblichen „Rechten“ und echten Neo-Nationalsozialisten verschrieben hat. Der Zeitschrift bescheinigte der Verfassungsschutz 1997 „suggestives Verknüpfen von Einzelinformationen“, wodurch auch die „Fahndungs- und Ziellisten militanter `Antifaschisten´ bedient“ würden.

Nachfolgend ein Auszug aus dem Buch „Das `antifaschistische Milieu´“, Sonderausgabe, S. 134ff.
(Fußnoten sind beim Verlag als E-Mail über stocker-verlag@stocker-verlag.com erhältlich):

„Der Rechte Rand“

Die Zeitschrift „Der Rechte Rand“ entstand Anfang 1989 aus dem Umfeld der VVN-BdA. Ursprünglich als regionales Organ in Niedersachsen angelegt, entwickelte sich das Blatt bald zu einem bundesweiten Informations- und Anprangerungsorgan der „radikal-antifaschistischen“ Szene. Die „orthodox-antifaschistische“ Behäbigkeit war hier zugunsten einer Öffnung für alle „antifaschistischen Kräfte ohne Ausgrenzung“ fallen gelassen worden. Die Zeitschrift sollte als strömungsübergreifendes Forum funktionieren. Als Verantwortlicher Redakteur fungiert der VVN-BdA-Funktionär Klaus Harbart, der von 1987 bis 1990 Mitglied im VVN-Bundesvorstand, seit Anfang 1996 Bundesgeschäftsführer der VVN war. Die Herausgeberschaft der Zeitschrift umfaßte 1990 mehrere Personen aus dem kommunistischen Spektrum.
Anhänger des „radikalen Antifaschismus“ publizieren im „Rechten Rand“, auch wenn sie organisatorisch noch anderen Spektren der politischen Linken, bzw. anderen Gruppierungen des „antifaschistischen Milieus“ verbunden bleiben. So gehören beispielsweise der Sozialdemokrat Gernot Modery (Pseudonym: „Anton Maegerle“), regelmäßiger Autor auch des „neo-antifaschistischen“ „Blick nach rechts“, und der ehemalige Bundessprecher der VVN-BdA „Sönke Braasch“ (Pseudonym), ebenfalls „Blick nach rechts“-Autor, zum Publizistenkreis des „Rechten Randes“.
Einer der regelmäßigen Autoren des „Rechten Randes“ ist auch Andreas Speit. Andreas Speit entstammt dem Braunschweiger „Linken Netzwerk“, das sich 1991 für die „Bildung einer bundesweiten linken föderativen Jugendstruktur“ einsetzte. Das Netzwerk war eingebunden in einen „orthodox-antifaschistischen“ Mitgliederzusammenhang aus „Sozialistischer Deutscher Arbeiterjugend“ (SDAJ), also der DKP-Parteijugend, „Freie Deutsche Jugend“ (fdj) und MJV „Junge Linke“. Seine Zielsetzung orientierte sich an „antikapitalistische(n) Perspektiven und sozialistische(n) Utopien“ auf der Grundlage der Ideen von Marx und Engels. Speit publiziert mittlerweile des öfteren als „Experte“ zum Themenkomplex „Rechtsextremismus“ und Esoterik.
Als Redakteur des „Rechten Randes“ fungiert auch Samuel Salzborn (geb. 1977 in Hannover), Korrespondent der „Jungle World“ und Autor der „Antifaschistischen Nachrichten“, der auch Beiträge in „Konkret“, der „Frankfurter Rundschau“ und der „Allgemeinen Jüdischen Wochenzeitung“ veröffentlichen konnte. Nach den Angaben seiner Internet-Homepage studierte der Diplom-Sozialwissenschaftler als Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung Politik, Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft an der Universität Hannover. Im Wintersemester 2001/2002 arbeitete er als Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Gießen. Zudem forschte er als Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung am Seminar für Sozialwissenschaften (EWF) der Universität Köln an einer Doktorarbeit zum Thema „Volksgruppenrecht“. Salzborns Spezialgebiet liegt in der Anprangerung der angeblich „revanchistischen“ deutschen Vertriebenenverbände.
PDS-Politiker, wie der Universitätsprofessor Ludwig Elm aus Jena, oder die „antifaschistische“ Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke, die zugleich auch für die „Antifaschistischen Nachrichten“ publiziert, veröffentlichen als Autoren im „Rechten Rand“. Auch „Grünen“-Politiker gehören zu den Publizisten des „Rechten Randes“.
Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ berichtete am 17.8.2001 über die Einflußnahme von Mitarbeitern des „Rechten Randes“ in das Spektrum des „Neo-Antifaschismus“: „Courage gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit“ hieß demnach der Titel einer Zeitung, die Mitte 2001 in hoher Stückzahl und gefördert mit Mitteln der sozialdemokratischen Niedersächsischen Landesregierung verbreitet wurde. Im Impressum fanden sich neben dem DGB-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen und dem „antifaschistischen“ Publizisten Reimar Paul auch der Herausgeber des „Rechten Randes“, Klaus Harbart, und der hannoversche Journalist Rainer Butenschön, regelmäßiger Autor im „Rechten Rand“. Butenschön interviewte für das Blatt Rolf Wernstedt, Präsident des niedersächsischen Landtags. Im Gegenzug wurde „Der Rechte Rand“ in der Zeitung zur vertiefenden Lektüre angepriesen.

Die Titelseiten der stark bebilderten Publikation zeigen entweder Collagen, die eine optische Verbindung zwischen rechtsgerichteten Phänomenen bzw. der gesellschaftlichen Realität der Bundesrepublik Deutschland und dem NS-System herstellen, oder Fotografien von der „antifaschistischen“ Auseinandersetzung mit „Rechtsextremisten“.
Zum einen werden also Bilder einer Demonstration der „Jungen Nationaldemokraten“ mit dem Foto einer Partisanenerschießung durch Wehrmachtssoldaten (Nr. 46) verbunden, ein Plakat zum Deutschlandtreffen der Landsmannschaft Ostpreußen mit einem Foto vom deutschen Einmarsch in Polen 1939 (Nr. 47) kombiniert, rechtsgerichtete Politiker erscheinen vor einer gezeichneten Hakenkreuzfahne (Nr. 43), ein Umzug der „Wiking-Jugend“ wird mit einem Totenschädel mit Hakenkreuzbinde in Beziehung gebracht (Nr. 29), oder es wird das Gemälde „Die Stützen der Gesellschaft“ des linksgerichteten Agitationskünstlers der Weimarer Republik George Grosz abgebildet (Nr. 51).
Zum anderen sieht man Bilder „antifaschistischer“ Demonstrationszüge (Sonderheft März 1994), Bilder von vorbeiziehenden (Nr. 42) oder verhafteten (Nr. 30) rechtsgerichteten Demonstranten, eine rechtsgerichtete Person mit einer Axt (Nr. 41) oder einen Stein werfend (Nr. 23).

Die thematische Palette des „Rechten Randes“ erweist sich als sehr eingeschränkt. Mit Akribie werden in immer neuen Varianten die selben Themenkomplexe behandelt:
– Sehr ausführliche Anprangerungsartikel gegen rechtsgerichtete Personen und Gruppierungen
– Negativ kommentierte Berichte über „rechtsextreme“ Aktivitäten
– Positiv kommentierte Meldungen über „antifaschistischen“ Aktivitäten
– Zudem werden neue Bücher und Broschüren in Rezensionen vorgestellt.

Der „Rechte Rand“ ist mit sehr offenliegender Eindeutigkeit ausschließlich ein aggressives „antifaschistisches“ Anprangerungsorgan. Hier werden rechtsgerichtete Personen und Gruppierungen aufgelistet und publizistisch vorgeführt, die die Blattmacher als potentielle zukünftige Opfer von Ausgrenzungskampagnen ausgesucht haben. Große Mengen von Namen angeblich „Rechtsextremer“ und Fotos derselben beherrschen die Publikation.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz urteilte 1997 über das argumentative und strategische Vorgehen des Blattes: „In seinen `Analysen´ unterstellt es durch suggestives Verknüpfen von Einzelinformationen die Existenz `brauner Netzwerke´, die über den tatsächlichen Rechtsextremismus hinaus weit in den Bereich der demokratischen Parteien hineinreichten und von diesen stillschweigend geduldet oder gefördert würden. Um solche Kontakte zu belegen, arbeitet das Blatt stark personenzentriert: Die Namen tatsächlicher oder vermeintlicher Rechtsextremisten werden durch Fettdruck hervorgehoben, Wohnanschriften genannt und zum Teil heimlich angefertigte Porträtphotos der Zielpersonen veröffentlicht. Obwohl nicht zu Anschlägen aufgefordert wird, liegt nahe, daß der `Rechte Rand´ auch die Fahndungs- und Ziellisten militanter `Antifaschisten´ bedient.“

Trotz verschiedener thematischer Schwerpunkte erzählen die Artikel des „Rechten Randes“ im Grunde immer die selbe Geschichte. Es ist die Geschichte von der Schlechtigkeit rechtsgerichteter Menschen, von deren Egoismus, persönlicher Verblendung, dilettantischer Lächerlichkeit, Bösartigkeit, Gefährlichkeit und deren Verschwörungsbestreben. Und es ist zugleich die Geschichte von der zwingenden Notwendigkeit des „Antifaschismus“, vom heldenhaften und zähen Kampf gegen das „rechte Böse“, von den eigenen Opfern und Niederlagen, aber auch den Erfolgen, die es leichter machen, unermüdlich und beharrlich die Vernichtung des Feindes zu fordern und zu verfolgen. Es ist die Geschichte eines Kampfes, der immer weiter gehen soll.

In dem in der Ausgabe Mai/Juni 2003 des Blattes erschienenen Artikel von Alfred Bornheimer wertet mich der Autor der Sparte sogenannter „Anti-Antifa Kettenhunde“ zugehörig. Dieser „Kettenhund“ habe schließlich ein „Anti-Antifa-Machwerk“ als Dissertation hingelegt.

Die in dem Artikel praktizierte Abwertung von sogenannten „Feinden“ durch das Schema des Tieres gehört zur Technik der Entmenschlichung, die in „Das `antifaschistische Milieu´“, Sonderausgabe, S. 297, dargelegt wurde.
Der Name „Alfred Bornheimer“ dürfte dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit nur ein Pseudonym sein, hinter dem sich ein anderer Autor versteckt. Schon einmal, in der Ausgabe November/Dezember 2001 der Zeitschrift „Der rechte Rand“ wurde meine Arbeit im selben Jargon als „Anti-Antifa-Machwerk“ beschimpft. Der Autor hieß damals „Alfred Bornheim“ (also noch ohne „-er“ gedruckt). Die Namenswahl dürfte eine ironische Anspielung auf den bayerischen Publizisten Dr. Alfred Mechtersheimer sein.

Wohlgenährt vom Anti-Antifa-Freßnapf, sich kratzend am Anti-Antifa-Flohhalsband, wende man sich dem nächsten Artikel zu:

Der Artikel heißt „Chemnitzer TU: `Dr. Anti-Antifa´ – Akademischer Titel vom Fließband“ und erschien in der Ausgabe Juli/August 2003 von „Der rechte Rand“ bzw. auf der Internet-Seite „freibaerger.de“. Wer sich dort so über eine Kritik am „Antifaschismus“ ausläßt, ist kein Unbekannter: Raimund Hethey (geb. 1953) gehört zu den alten Stammautoren des Blattes und dürfte eher als Mann für gröbere publizistische Erzeugnisse verortet werden. In dem Artikel werde ich nur beiläufig im Kontext mehrerer Institute erwähnt. Doch der Artikel ist insofern bezeichnend, weil Hethey in ihm jede humanistische Maske fallen läßt. „Antifaschisten“ werden pauschal als „Menschen, die sich gegen den alltäglichen Rassismus und neo-nazistische Umtriebe zur Wehr setzen“ in Schutz genommen. Das mag zwar bedingt stimmen, von „autonomen“ Gewalttätern, die sich nicht nur „zur Wehr“ setzen, erfolgt bei ihm aber nicht der Ansatz einer Erwähnung. Statt dessen wird klagend behauptet, daß „Anti-Antifaschisten“ ein „abgrundtiefer Haß auf alles, was irgendwie den Hauch von Kommunismus umgibt“ umtreibe, und das ihnen „der Glaube an den Kapitalismus der bürgerlich-patriarchal strukturierten Gesellschaft gemeinsam“ sei.
Interessant ist aber vor allem Hetheys vorwurfsvolle Einleitung: „Rot-Grün hat in all den Jahren an der Regierungsmacht nicht geschafft, den Gegnern des Antifaschismus das Handwerk zu legen, was vermutlich auch nie das Ziel der Politik gewesen ist (…)“

Nun, es gab ja schon einmal ein System, das ganz anders mit „Gegnern des Antifaschismus“ umgesprungen ist. Da benötigte man nicht „bürgerlich-patriarchal strukturierte“ Grundrechte, wie jene nach freier Meinung, freier Rede oder freier Forschung. Da gab es einen „antifaschistischen Schutzwall“ bzw. eine Berliner Mauer, damit auch ja niemand dem linken Paradies entfleuchen konnte. Da landete mancher Kritiker der „antifaschistischen“ Lehre bestenfalls für 10 Jahre im Bautzener Knast, um sich dort „emanzipatorisch“ erziehen zu lassen. Zu etwas früheren Zeiten gab es auch das ein oder andere sibirische Lager, wo einem bisweilen für immer und endgültig „das Handwerk gelegt“ wurde. Man möchte sich nicht ausmalen, wie befriedigt Menschen wie Hethey sein dürften, wenn es wieder losginge mit KGB und Stasi.

Das soll keine billige Polemik von mir sein. Aber derartige Äußerungen, wie jene von Hethey, dürften durchaus ernst gemeint und auch richtig interpretiert sein.
Der Schoß ist fruchtbar noch…

Kettenhund (13)

Kettenhund

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